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„LiteraTour“ durch die Siedlung Eisenheim

Bild: Eisenheim ist die älteste Arbeitersiedlung im Revier. (Foto: LVR-Industriemuseum)
Eisenheim ist die älteste Arbeitersiedlung im Revier. (Foto: LVR-Industriemuseum)

Zu einem Rundgang der besonderen Art mit dem Gästeführer Ingo Dämgen lädt am Sonntag, 1. September 2019, das LVR-Industriemuseum ein. Ab 14:30 Uhr begibt sich Dämgen mit seinen Gästen auf eine spannende Reise durch die Geschichte der Siedlung Eisenheim.

Garniert wird der Rundgang mit historischen und literarischen Texten, die zum Nachdenken, aber auch zum Schmunzeln anregen und einiges über Leben und Arbeit in einer Werkskolonie erzählen. So kommen etwa ein englischer Reisender zu Wort, der Eisenheim 1848 besucht hat, oder so berühmte Personen wie Bert Brecht und Walter Gropius.

In Eisenheim fanden die Arbeiter ein Zuhause, die in den goldenen Zeiten der Ruhrindustrie in Scharen ins Revier strömten. 1846 wurde Eisenheim von der Hüttengewerkschaft Jacobi, Haniel und Huyssen gegründet – das macht die Siedlung zur ältesten der zahllosen Arbeiter- und Zechenkolonien im Ruhrgebiet. Bereits gegen Ende der 1950er Jahre mehrten sich die Bestrebungen, viele der alten Arbeitersiedlungen einzustampfen, um die vermeintlich veralteten Siedlungen durch modernere Wohneinheiten zu ersetzen. Doch als in Eisenheim in den 1970ern die Bagger anrückten, wehrten sich die Bewohnerinnen und Bewohner in einer bundesweit beachteten Aktion gegen den Abriss. Heute erzählt das Museum Eisenheim von der Geschichte der Siedlung, dem Kampf gegen den Abriss und von Alltag und Leben in der Kolonie.

► Anmeldung erbeten über Kulturinfo Rheinland, Tel. 02234-9921-555.
► Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt.

Kurzinfo
Sonntag, 1. September 2019
14:30 Uhr
Treffpunkt Museum Eisenheim
Berliner Straße 10a
Teilnahmegebühr 5 Euro

► Nähere Informationen auf www.industriemuseum.lvr.de.